GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz: Physio Deutschland fordert Abgeordnete auf, nicht zuzustimmen

Am Mittwoch debattierte der Deutsche Bundestag zu Beginn der letzten Sitzungswoche vor der Sommerpause darüber, ob die 2./3. Lesung zum GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz von der Tagesordnung der Sitzung am 10. Juli abgesetzt werden sollte. Diesen Antrag hat die Regierungskoalition mit ihrer Mehrheit abgelehnt. Nach einer mehr als neunstündigen Sitzung hat der Gesundheitsausschuss den deutlich angepassten Gesetzentwurf mit den Stimmen der Regierungskoalitionen gebilligt.
Bundesverfassungsgericht angerufen
Parallel und direkt im Anschluss an die Abstimmung zur Absetzung von der Tagesordnung im Deutschen Bundestag haben Abgeordnete aus verschiedenen Fraktionen Eilanträge beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe eingereicht. Sie zweifeln an, dass dieses Gesetzgebungsverfahren noch den verfassungsrechtlichen Anforderungen an ein ordnungsgemäßes parlamentarisches Gesetzgebungsverfahren genügt. Es wird sich zeigen, wie das Bundesverfassungsgericht die Anträge beurteilt.
Physio Deutschland appelliert direkt

Deshalb hat Physio Deutschland soeben 471 Abgeordnete des Deutschen Bundestages direkt per E-Mail angeschrieben und sie aufgefordert, dem vorliegenden Spargesetz nicht zuzustimmen.
Den Mailtext finden Interessierte hier.
„Als mitgliederstärkster Berufsverband der Physiotherapie stehen wir jederzeit für einen konstruktiven Dialog mit den Gesundheitspolitiker*innen zur Verfügung. Gerne bringen wir unsere Erfahrungen aus der täglichen Patientenversorgung ein, um gemeinsam tragfähige Lösungen für eine finanziell stabile und qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung zu entwickeln – kurz-, mittel- und langfristig“, untermauert Marc Akel den Gestaltungswillen der Berufsangehörigen.