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01.10.2026 – Regionalverband Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland

GRAPe Gender: Gemeinsam Forschungsprioritäten für die Physiotherapie setzen

Welche Fragen zu Rückenschmerzen, Physiotherapie und Geschlecht sollten künftig stärker erforscht werden? Darüber haben Patient*innen und Physiotherapeut*innen im Abschlussworkshop des Projekts „GRAPe Gender“ in Hamburg gemeinsam beraten.

Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten Behandlungsanlässen in der Physiotherapie. Gleichzeitig können Geschlecht und Gender bei Versorgung, Kommunikation und Wirkung physiotherapeutischer Maßnahmen eine bedeutende Rolle spielen. Geschlecht beschreibt dabei vor allem biologische und körperliche Merkmale, Gender soziale und kulturelle Einflüsse wie Rollen und Erwartungen. Beide Faktoren können Gesundheit, Erkrankungen und Versorgung beeinflussen und sollten deshalb in Forschung und Behandlung berücksichtigt werden.

Das Projekt „GRAPe Gender“ möchte deshalb eine Forschungsagenda für eine geschlechtersensible Physiotherapie bei Rückenschmerzen entwickeln.  Grundlage des Workshops waren 23 Forschungsfragen, die zuvor aus bundesweiten Befragungen von Patient*innen, Zu- und Angehörigen sowie Physiotherapeut*innen hervorgegangen waren. Ziel des Workshops war es, daraus gemeinsam die zehn wichtigsten Fragen für die zukünftige Forschung auszuwählen.

  

Forschung muss die Fragen aufgreifen, die Patient*innen und Physiotherapeut*innen im Alltag wirklich beschäftigen. Genau dafür schafft GRAPe Gender eine wichtige Grundlage.
Dr. Minettchen Herchenröder
Generalsekretärin von Physio Deutschland

   

Hintergrund des Projekts

Das Projekt GRAPe Gender - „German Research Agenda for Physiotherapy in Gender Issues“ - hat das Ziel, eine spezifische deutsche Forschungsagenda für die Physiotherapie zu entwickeln, die geschlechtersensible Aspekte systematisch berücksichtigt. Im Mittelpunkt steht die physiotherapeutische Versorgung von Menschen mit Rückenschmerzen, einer der häufigsten physiotherapeutischen Behandlungsindikationen in Deutschland. Das Projekt wird unter Leitung von Prof. Dr. Susanne Klotz am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) durchgeführt und vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert. Physio Deutschland ist an GRAPe Gender beteiligt – mit Dr. Minettchen Herchenröder in der Lenkungsgruppe vertreten – und setzt sich dafür ein, die Perspektive der Physiotherapie in die Weiterentwicklung einer praxisnahen und bedarfsgerechten Forschung einzubringen.

„Es ist wichtig, eine geschlechtersensible Versorgung von Menschen mit Rückenschmerzen weiterzuentwickeln“, sagt Minettchen Herchenröder.

Weitere Informationen gibt es auf der Website: GRAPe Gender – Forschungspartnerschaft